Die deutsche Mezzosopranistin Stefanie Irányi wuchs im bayerischen Chiemgau auf. Sie studierte an der Musikhochschule in München und war Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, gewann beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau und beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin.

2006 debütierte sie noch während ihres Studiums erfolgreich am Opernhaus von Turin in einer Neuinszenierung von Giancarlo Menottis „The Consul“. Mehrere Engaments folgten in wichtigen Häusern wie u.a. der Mailänder Scala, dem Musikverein in Wien, am Teatro la Fenice in Venedig, dem Teatro San Carlo in Neapel und dem Théatre Champs-Elysée in Paris.

Mit ihrem breitgefächerten Repertoire vom Barock bis in die Spätromantik ist sie ein gern gesehener Gast auf internationalen Konzertpodien wie dem Wiener Konzerthaus und im Musikverein, dem Herkulessaal und der Philharmonie in München, Suntory Hall Tokio, Paris Théâtre des Champs-Elysées.

Sie arbeitete zusammen mit Dirigenten wie Hansjörg Albrecht, Jader Bignamini, Bruno Bartoletti, Fabio Biondi, Kevin John Edusei, Asher Fisch, Manfred Honeck, Zubin Mehta, Simon Rattle, Philippe Herreweghe und Jeffrey Tate.

Mit großem Erfolg wurde dieses Jahr ihr Debut als Judith in Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg in der Kölner Philharmonie, zusammen mit dem SWR unter Leitung von Jukka Pekka Saraste gefeiert.

Eine besondere Liebe verbindet die Mezzosopranistin mit dem Liedgesang. Meist begleitet von Helmut Deutsch sang sie Liederabende bei verschiedenen Festivals in Österreich und Deutschland, bei den „Schubertiaden“ in Barcelona und Vilabertran.

Über eine der in Israel eher seltenen Aufführungen von Wagners „Wesendonck-Liedern“ schrieb die Zeitung Haaretz:„...Stefanie Irányi ist eine wunderbare Sängerin. Es war reines Vergnügen ihr zuzuhören. Jede Silbe wurde expressiv gestaltet von ihrer wohlklingenden Stimme und ihrer natürlichen Musikalität...“

2017/18 war Stefanie Irányi mit einem Liederabend zu Gast bei der Villa Musica, am Klavier Helmut Deutsch. Musikalische Höhepunkte waren Mahlers 4. und 2. Sinfonie sowie Berio Folksongs in Australien und Italien, Orchesterlieder von Alexander von Zemlinsky mit dem Prager Radio Sinfonie Orchester unter Alexander Liebreich, Dvořáks Stabat mater unter Manfred Honeck mit den Münchner Philharmonikern, Beethovens Missa solemnis mit dem NDR Elbphilharmonieorchester unter Thomas Hengelbrock sowie Mahlers 2. Sinfonie mit den Bamberger Symphonikern unter Jakub Hrůša.

Engagements in der nächsten Saison führen sie u.a. nach Australien mit Verdis Requiem, auf eine Europa Tournee mit dem Mahler Youth Orchestra unter Daniel Harding mit Mahler 8.Sinfonie, mehrere Konzerte mit Missa Solemnis unter namhaften Dirigenten wie Thomas Hengelbrock. Musikalischer Höhepunkt wird ihre erste “Brangäne” in Tristan und Isolde am Opernhaus in Bari sein.

CD-Erscheinungen dokumentieren das künstlerische Schaffen von Stefanie Irányi, so z. B. die Live-Aufnahme des „Rheingolds“ unter Sir Simon Rattle mit dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, eine Duett-CD mit Michael Volle und Helmut Deutsch, erschienen bei Brillant Classics, Aufnahmen von Simon Mayrs Opern u.a. „Ginevra di Scozia“ aufgenommen mit dem BR 2013, ebenfalls im Jahr 2013 die veröffentlichte DVD von Verdis „Rigoletto“, eine Produktion des Festival Verdi Parma mit Leo Nucci sowie eine Solo-CD mit Arien aus Opern von Hasse, Haydn und Händel, die sie gemeinsam mit der Hofkapelle München unter dem Titel „Lamenti“ aufgenommen hat. Die Aufnahme wurde im „Opernglas“ begeistert besprochen:

„...von der Irányi mit warmer, ausdrucksstarker Stimme gesungen, ist wahrhaft herzzerreißend. So manche Nuance erinnert hier an die innige Vortragsweise von Elisabeth Schwarzkopf.“